Speed-Dating mit Politikern

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Speed-Dating mit Politikern

Dialog P an der Ernst-Litfaß-Schule – Speed-Dating mit Politikern

„Sollte Berlin ein Grundeinkommen einführen? Was halten Sie vom geplanten Up-Load-Filter des EU-13-Artikels ?  Kann eine autofreie Innenstadt realisiert werden? Sollte Berlin mehr Wohnungen verstaatlichen?“

Diese und andere Fragen stellten 60 Schülerinnen und Schüler der Ernst-Litfaß-Schule am 19.02.2019 im Rahmen der Veranstaltung „Dialog-P“ an 5 Politikerinnen und Politiker des Berliner Abgeordnetenhauses. „Die Idee zur Teilnahme entstand im Rahmen eines anderen bildungspolitischen Projektes, der „Juniorwahl“ zur letzten Bundestagswahl. Während dabei Jugendliche auf das Thema „Wahlen“ vorbereitet wurden, wollte ich diesmal den Wunsch der Schülerinnen und Schüler aufnehmen, auch einmal direkt in Kontakt mit Politikern treten zu können“, sagt Felix Naumann, der mit anderen Kolleginnen und Kollegen Dialog P an der Ernst-Litfaß-Schule organisiert hat.

Ein besonderer Charme von „Dialog P“, ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Kumulus e.V., liegt in der inhaltlichen Vorbereitung: die Schülerinnen und Schüler haben sich die Themen selber ausgesucht und dazu passende Fragen im Rahmen des Unterrichts eigenständig vorbereitet. Dadurch können Politikerinnen und Politiker direkt mit denjenigen Themen konfrontiert werden, die die junge Wählerschaft interessiert.

Und so waren die geladenen Politikerinnen und Politiker natürlich herausgefordert, in nur kurzen 8-minütigen Speed-Datings auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu antworten. Keine einfache Sache für unsere Gäste:  Clara West (SPD), Tim-Christopher Zeelen (CDU), Katina Schubert (LINKE),  Frank Scholtysek (AFD) und Paul Fresdorf (FDP), die GRÜNEN stellten leider keinen Abgeordneten. 

Dass es nicht immer schnelle Lösungen für die Probleme der Stadt gibt, wurde allen Beteiligten schnell klar, auch wenn die Dringlichkeit für die Schülerinnen und Schüler hoch ist (Bsp. Mieten).  Der Gesprächsbedarf im Anschluss blieb jedoch hoch, die Schülerinnen und Schüler hätten gerne noch mehr Zeit für Diskussionen gehabt.

Bericht RAZ, 28.2.2019