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Wirtschafts- und Sozialkunde

Ziele der Politischen Bildung sind neben dem informierten und urteilsfähigen Zuschauer der interventionsfähige Bürger und der Aktivbürger. Der Unterricht in Wirtschafts- und Sozialkunde soll die Wahrnehmung dieser Bürgerrollen stärken. 

Aufgaben der politischen Bildung

Ziele der politischen Bildung sind neben dem informierten und urteilsfähigen Zuschauer der interventionsfähige Bürger und der Aktivbürger. Der Unterricht in Wirtschafts- und Sozialkunde soll die Wahrnehmung dieser Bürgerrollen stärken. Um diese unterschiedlichen Bürgerrollen erfolgreich wahrnehmen zu können, bedarf es einer spezifischen Verknüpfung von Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz.

Zur Sachkompetenz gehört vor allem Wissen über die Funktionsvoraussetzungen und -bedingungen der Wirtschaft und der Demokratie. Hier bedeutet Wissen bedeutet mehr als die Kenntnis von Fakten. Dazu gehören auch die bewusste Akzeptanz der Verfassung und der Grundrechte, das Interesse an öffentlichen Aufgaben und die Sensibilität für gesellschaftlich-politische Probleme.

Methodenkompetenz zeigt sich in dem Vermögen, sich selbstständig und gezielt über Massenmedien Informationen zu beschaffen und kritisch zu verarbeiten. Darüber hinaus bedeutet Methodenkompetenz, über die notwendigen Qualifikationen zu verfügen, um auf verschiedenen politischen Handlungsfeldern agieren und an der politischen Öffentlichkeit teilnehmen zu können.

Sozialkompetenz wird in unterschiedlichen sozialen Situationen erworben. Sie ist Teil der Selbstkompetenz. Diese beschreibt die Gesamtheit der verhaltensrelevanten Persönlichkeitsmerkmale, die sich in sozialen Situationen äußert, z.B. sich selbst Ziele und Aufgaben zu setzen, Verantwortung zu übernehmen, Werte zu vertreten, nicht einem Gruppenzwang zu unterliegen etc.

In der Berufsschule werden in jeder Blockwoche in der Regel 6 Stunden Sozialkundeunterricht erteilt. Die wirtschaftsrelavanten Themen sind auch Gegenstand der Zwischen- und Abschlussprüfung.

Für das 1. Ausbildungsjahr schreibt der Rahmenplan die Themen ›Beruf und Arbeit‹, ›Sozialpolitik‹ und ›Grundfragen der Demokratie‹ vor.

Im 2. und 3. Ausbildungsjahr soll 2/3 der Unterrichtszeit für die von der Fachkonferenz festgelegten Themen verwendet werden. Die anderen Unterrichtsstunden können von den Lehrkräften mit eigenen sozialkundlichen Wahlthemen ausgefüllt werden.

 

Rahmenlehrplan Sozialkunde

1. Ausbildungsjahr

Beruf und Arbeit

1. Beruf und soziale Stellung

1.1 Berufswahl

1.2 Berufsmobilität

2. Berufsausbildung und Weiterbildung

2.1 Ausbildungssysteme

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.3 Möglichkeiten der Weiterbildung und Umschulung

3. Arbeits- und Tarifrecht. Arbeitsschutz -

3.1 Wesentliche Bereiche des Arbeitsvertrages, des Arbeitsrechtes und des Arbeitsschutzes

3.2 Bedeutung und Aufgaben von Tarifverträgen und des Tarifrechtes

4. Betriebliche Mitbestimmung

Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers im Betrieb

5. Arbeitsgerichtsbarkeit

Arbeitsgericht

Sozialpolitik

1. Regelungen und Bedeutung der Sozialversicherung und der Sozialhilfe

1.1 Geschichtliche Entwicklung und aktuelle Situation

1.2 Versicherungsprinzipien

1.4 Versicherungsträger, Versicherungspflicht, Beitragszahlung, Leistungen, Leistungsverweigerung

1.5 Sozialhilfe, Leistungen, Leistungsverweigerung

1.6 Private Vorsorge

2. Probleme der Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Wohnungspolitik

2.2 Familienpolitik

2.3 Einkommens- und Vermögenspolitik

2.4 Bildungspolitik

Grundfragen der Demokratie

1. Unterschiedliche Demokratievorstellungen

1.1 Repräsentative Demokratie, plebiszitäre Demokratie, Rätemodelle

1.2 Prinzipien der Demokratie

2. Idee und Wirklichkeit der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Wahlen

2.2 Funktion des Parlaments

2.3 Unterschiedliche Rollen von Regierungspartei(en) und Opposition

2.4 Plebiszitäre Elemente in der Demokratie

2.5 Sicherungen gegen Machtmißbrauch

3. Menschenrechte

3.1 Inhaltliche Darstellung

3.2 Menschenrechtsverletzungen im In- und Ausland

3.3 Überwachung und Durchsetzung durch Menschenrechtsorganisationen sowie nationale und internationale Gerichte

2. Ausbildungsjahr

Grundfragen der Wirtschaft

1. Betrieb in Wirtschaft und Gesellschaft

1.1 Aufbau und Aufgaben eines Handwerks- / Dienstleistungs- / Industriebetriebes

1.2 Wesentliche Ziele erwerbswirtschaftlicher und öffentlicher Betriebe

1.3 Betriebliche Kenngrößen

1.4 Wesentliche Unternehmensformen und deren wirtschaftliche Bedeutung

2. Probleme der sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Ziele und Zielkonflikte der Wirtschaftspolitik

2.2 Konjunkturpolitik

2.3 Strukturpolitik

2.4 Wettbewerbs- und Verbraucherpolitik

Recht im Alltag

1. Die Bedeutung des Lebensalters für die rechtliche Stellung des Menschen

2. Der Kaufvertrag und Vertragsverletzungen

3. Weitere wichtige Vertragsarten

4. Probleme der Überschuldung

5. Weitere wichtige Rechtsfragen für junge Menschen

Politische Meinungsbildung

1. Möglichkeiten und Grenzen objektiver Informationsbeschaffung für den Einzelnen

1.1 Informationsquellen

1.2 Probleme objektiver Berichterstattung

1.3 wirtschaftliche und politische Einflußnahmen durch Interessengruppen

2. Aufgaben und Funktionen der Medien in Politik und Gesellschaft

3. Gesetzliche Bestimmungen und Gefahren durch bzw. für die Pressefreiheit

3.1 Gesetzliche Regelungen

3.2 Gefahren der unbeschränkten Pressefreiheit

3.3 Zensur und Beschränkungen der Pressefreiheit

Teilung und Einigung Deutschlands

1. Soziale, ökonomische und allgemeine Lage der Menschen im kriegszerstörten Europa

2. Alliierte Politik in Deutschland und deren Folgen

3. Deutschland zwischen Konfrontation und Kooperation

4. Vereinigung beider deutscher Staaten

3. Ausbildungsjahr

Europäische Einigung

1. Motive für ein vereintes Europa

1.1 Vergleich der Situation von 1950 zu heute

1.2 Konzeptionen für ein friedliches vereintes Europa, resultierend aus den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges

2. Organe der Europäischen Union und Probleme bei der Erfüllung ihrer Aufgaben

2.1 Europäisches Parlament, Europäische Kommission, Europäischer Rat, Rat der Europäischen Union, Europäischer Gerichtshof, Europäischer Rechnungshof

2.2 Demokratiedefizit, Machtverteilung, Bürokratie

3. Möglichkeiten der europäischen Zusammenarbeit

3.1 Die EU: Staatenbund oder Bundesstaat?

3.2 Beitritt weiterer Staaten

3.3 Rolle Europas in einer globalisierten Welt

Internationale Probleme und Möglichkeiten der Zusammenarbeit

1. Friedenssicherung als permanente Aufgabe

2. Ursachen und mögliche Folgen der Globalisierung

3. Entwicklungsländer und Beziehungen zwischen armen und reichen Staaten

 

Hier haben Sie die Gelegenheit, gezielt nach Download-Publikationen, Webangeboten, Unterrichtsmaterialien... zu verschiedenen Themen zu suchen.


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